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Stadtentwicklung

Spenge soll attraktiver gestaltet werden. Die Stadt Spenge widmet sich daher intensiv der Weiterentwicklung des Stadtkerns und der Ortsteile.

Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)

Das ISEK ist ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept für die Spenger Innenstadt. Es zeigt Ziele und umsetzungsfähige Maßnahmen auf, die vom Rat 2014 beschlossen worden sind und seitdem umgesetzt werden.

Ziele eines ISEK sind die Stärkung der Versorgungs- und Daseinsvorsorgefunktion einer Innenstadt, sowie deren Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Das Entwicklungskonzept für die Stadt Spenge wurde in einem dialogorientierten Verfahren in Abstimmung mit der Verwaltung und unter Beteiligung der politischen Gremien, der Spenger Bevölkerung sowie der innenstadtrelevanten Akteure erarbeitet.

Weitere Informationen sowie Antragsformulare zum Sanierungsgebiet und zu den Fördermöglichkeiten - auch im Rahmen des Haus- und Hofflächenprogramms sowie des Stadtkernfonds - finden Sie auf der folgenden Internetseite:


Städtische Baumaßnahmen

Grünzug Elsterweg | Grün - und Erholungsflächen im Bereich der Werburg


Fördergeber: Land NRW
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur– und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Förderprogramm:

REACT-EU  „Grüne Infrastuktur“
(Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe) „Unterstützung der Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie und ihrer sozialen Folgen und der Vorbereitung einer grünen, digitalen und stabilen Erholung der Wirtschaft“                                    

Auftraggeber:

Stadt Spenge
Lange Straße 52 - 56
32139 Spenge

Bauausführung: 

Maximilian Kietz und Frank Schröder GbR Kleineberg
Sprikernheide 34
32791 Lage-Hagen

Planung und Bauüberwachung:  Gasse und Schumacher Partner Landschaftsarchitektur mbB
Vogelsang 5
33104 Paderborn
Projektziele:

Schaffung von Erholungsflächen
Vernetzung der Biotope (Blühwiese, Bruchwald, Hochstaudenflur, Streuobstwiese)
Integrierung von Informationstafeln für die Umweltbildung
Wegebegleitendes Spiel (Hüpf-Steine, Figuren-Suchspiel)
Integration von Spielgeräten für die Kinder
Fitness- und Gesundheitsförderung mittels Freiluftsportgeräten
Anpassungsstrategien für den Klimawandel (Klimabäume, Streuobstwiesen)
Förderung der grünen Wirtschaft durch umweltschonende Bauweise (Baumwurzelschonende, wasserdurchlässige, unversiegelte Wege)

Bauzeitraum 25. April 2022 - 20.12.2022
Frühjahr - Sommer 2023 (Blühwiese, Fertigstellungspflege Gehölze und Ansaaten)

Die Bauarbeiten am Grünzug Elsterweg im Bereich der Werburg, 2021 geplant und beaufsichtigt durch das Landschaftsarchitekturbüro Gasse und Schumacher aus Paderborn wurden am 25. April 2022 durch das Garten- Landschaftsbauunternehmen Kleineberg aus Lage begonnen.

Durch die Umwandlung des alten Trampelpfades, welcher zuvor witterungsbedingt verschlammte und dadurch für Fußgänger unpassierbar wurde, und teilweise zu beiden Seiten durch die Austriebe der Erlenbruchbegleitenden Grün- und Gehölzstrukturen, wie der Brennnessel (Utica dioica) und des invasiven indischen Springkrauts (Impatiens glandulifera) verkrautete, in ein Trassenweg mit wassergebundener Wegedecke, wurde die Attraktivität des Bereiches für Fußgänger massiv gesteigert. Die Wege werden von einem schlammigen, verkrauteten und unpassierbaren Zustand in einen begehbaren Lehrpfad umgewandelt, bei welchem die Besucher sich durch die 10 Infoschilder das Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt aneignen können. Steile Bereiche wurden mit Rasengittersteinen angelegt, welche eine hohe Wasserdurchlässigkeit aufweisen und trotz der Hanglage eine hohe Stabilität besitzen. Ein Handlaufgeländer entlang der Rasengittersteine soll den Bürgern beim Aufsteigen helfen.

  • Elsterweg

  • Elsterweg

Entlang des Weges wurden stellenweise Natursteine verbaut, welche den Menschen sowohl als Sitzmöglichkeit als auch als Spielort zum Balancieren oder Springen dienen können.

Spielgeräte wurden sowohl auf dem Spielplatz der Weidenstraße als auch auf der Fläche einer seit 2018 bestehenden Agrarumweltmaßnahme am Sommerweg im Nordwesten der Werburg aufgestellt. An der Turnhalle der Ledeburstraße wurde ein kleiner Platz für Freiluftsportgeräte der Firma Playfit aufgestellt.

Suchspiele, Balanciersteine aus Naturstein, Sitzmöglichkeiten und Picknickplätze sowie Infotafeln ergänzen den Trassenweg und sind besonders für Naturinteressierte, für die jungen und älteren Menschen eine willkommene Abwechslung für die Freizeitaktivitäten im Freien.

An unterschiedlichen Standorten, wie der Werburg oder am Lagerplatz der Bussche-Münch-Straße, wurden Fahrradbügel für die Radfahrer aufgestellt und der zuvor geschotterte Parkplatz der Werburg für die Besucher mit Beton-Rasensteinen und den Materialresten der wassergebundenen Wegedecke erneuert. Auch wurde die alte Fußgängerbrücke zwischen der Bussche-Münch-Straße und der Werburg ersetzt.

Und schließlich wurden rund 30 standortangepasste Bäume, darunter ein knappes Dutzend Obstbäume, Hainbuchenhecken und ein Waldrand mit rund 500 heimischen Gehölzen, darunter die Haselnuss (Corylus avellana), die schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum), der schwarze Holunder (Sambucus nigra) und der Eingrifflige Weißdorn (Crataegus monogyna), gepflanzt.

Durch das Projekt gepflanzte Zukunfts- und Obstbäume:

Nr.

Baumart

Wissenschaftlicher Name

Status

1

Felsenbirne

Amelanchier `Robin hill`

heimisch

2

Kugelförmige Blumenesche

Fraxinus ornus `Louisa Lady`

heimisch

3

Kornelkirsche

Cornus mas

heimisch

4

Kornelkirsche

Cornus mas

heimisch

5

Trauerweide

Salix alba `Tristis`

heimisch

6

Trauerweide

Salix alba `Tristis`

heimisch

7

Trauerweide

Salix alba `Tristis`

heimisch

8

Dreilappiger Ahorn

 Acer monspessulanum

heimisch

9

Hainbuche `Lucas`

Carpinus betulus `Lucas`

heimisch

10

Amberbaum `Worplesdon`

Liquidambar styraciflua `Worplesdon`

neophytisch

11

Grosslaubige Mehlbeere

Sorbus aria `Magnifica`

unbekannt

12

Traubenkirsche

Prunus padus

heimisch

13

Essbare Eberesche

Essbare Vogelbeere

Sorbus aucuparia Èdulis`

heimisch

14

Elsbeere

Sorbus torminalis L.

heimisch

15

Vogelkirsche

Prunus avium

heimisch

16

Eingriffliger Weißdorn

Crataegus monogyna

heimisch

17

Echte Mispel

Mespilus germanica

heimisch

18

Wildapfel

Malus sylvestris

heimisch

19

Quitte

Konstantinopeler Apfelquitte

Cydonia oblonga

`Konstantinopeler Apfelquitte`

neophytisch

20

Mirabelle `Von Nancy`

Prunus domestica `Von Nancy`

neophytisch

21

Zwetsche

`Bühler Frühzwetsche`

Prunus domestica `Bühler Frühzwetsche`

neophytisch

22

Sauerkirsche `Schattenmorelle`

Prunus cerasus `Schattenmorelle`

neophytisch

23

Apfel `Princess Noble`

Malus domestica `Princess Noble`

neophytisch

24

Herbstapfel `Biesterfelder Renette`

Malus domestica `Biesterfelder Renette`

neophytisch

25

Apfel `Roter Berlebsch`

Malus domestica `Roter Berlebsch`

neophytisch

26

Speierling

Sorbus domestica

neophytisch

27

Kultur-Birne

Pyrus communis

neophytisch

Durch das Projekt gepflanzte Gehölze am Waldrand des Sommerwegs:

Anzahl

Baumart

Wissenschaftlicher Name

Status

80

Hundsrose
Heckenrose

Rosa canina

heimisch

80

Schwarzer Holunder

Fliederbeerstrauch

Sambucus nigra

heimisch

80

Schwarze Johannisbeere

Ribes nigrum

heimisch

80

Faulbaum

Pulverholz

Rhamnus frangula

heimisch

70

Gemeine Hasel

Corylus avellana

heimisch

80

Eingriffliger Weißdorn

Crataegus monogyna

heimisch

Sowie 28 Heckenpflanzen (Hainbuche Carpinus betulus).


Die Blühwiese am Sommerweg konnte aufgrund der unerwartet hohen Dominanzbestände der Ackerkratzdisteln (Cirsium arvense) auf der Fläche noch nicht ausgesät werden. Für eine erfolgreiche Aussaat der Blühwiese wird eine weitere Bodenbearbeitung im Winter bis Frühjahr 2023 stattfinden. Für die Ausbringung des Blühwiesensaatguts von Rieger-Hofmann aus Blaufelden-Rabholdshausen auf der bearbeiteten Fläche bis spätestens Ende April 2023 wurde ein Antrag beim Fördergeber eingereicht, welcher von der Bezirksregierung Detmold bewilligt wurde.

Die Pflanzenliste der Blühwiese, der Untersaat für die Ausgleichsfläche sowie des Hochstaudenflures kann über die folgenden Websites aufgerufen werden:

Rieger-Hofmann: Karte der Ursprungsgebiete und Produktionsräume (Saatgutherkunft)
https://www.rieger-hofmann.de/alles-ueber-rieger-hofmann/qualitaet/regionenkarte/regionalkarte.html

Quellen und weiterführende Literatur für Interessierte:

Floraweb.de, Bundesamt für Naturschutz
https://www.floraweb.de/

GALK e.V., Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz
https://www.galk.de/

Umweltbundesamt (2022): „Die Stadt für Morgen“
https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/nachhaltige-mobilitaet/die-stadt-fuer-morgen-die-vision#kompakt

Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU, 2016):
„Der Umzug der Menschheit: Die transformative Kraft der Städte“, Berlin

Bundesministerium für Bildung und Forschung (2021): „Innovationsplattform Zukunftsstadt“
https://www.fona.de/de/themen/zukunftsstadt.php

Abgeschlossene Bauprojekte

Aufwertung und Neugestaltung des Blücherplatzes in Spenge

Der Spenger Stadtkern wurde im Jahr 2015 in das Städtebauförderprogramm "Kleinere Städte und Gemeinden" aufgenommen. Dazu wurde ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) aufgestellt. Eine der Maßnahmen des ISEK ist die Aufwertung und Neugestaltung des Blücherplatzes mit dem Ziel, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und zu fördern. In Vorbereitung dieser Maßnahme wurde die Durchführung eines freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs zur Aufwertung und Neugestaltung des Blücherplatzes beantragt und bewilligt. Nach Durchführung des Wettbewerbs entschied das aus Sach- und Fachpreisrichtern zusammengesetzte Preisgericht über die eingereichten Arbeiten. Der 1. Preis wurde für den Entwurf des Büros Franz Reschke Landschaftsarchitekten, Berlin, vergeben. Nach überarbeiteter weitergehender Entwurfsplanung wurde sodann ein Antrag auf Zuwendung nach dem Städtebauförderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ gestellt und von der Bezirksregierung Detmold bewilligt.

Vor dem Umbau zeigte sich der Blücherplatz wenig einladend und der allgemeine Zustand war eher abgängig. Der Platz wurde primär als Verkehrs- und Parkfläche genutzt. Nach der erfolgreichen Umgestaltung präsentiert sich der neue Blücherplatz nunmehr im Sinne eines Stadtplatzes, der die Menschen anzieht und gleichzeitig zum Feiern, Spielen und Verweilen einlädt. Der zentrale Bereich des Platzes wurde vom querenden und ruhenden Autoverkehr befreit. Die Platzmitte wurde dabei neu inszeniert und um ein ebenerdiges Wasserspiel mit kreisrunder Grundfläche ergänzt. Ein einheitlicher und hochwertiger Belag aus Pflasterklinkern definiert heute den neugestalteten Blücherplatz. Locker gestellte Einzelbäume fassen den Platz an seinen Rändern ein und lassen den zentralen Bereich offen hervortreten. Eine einfache Komposition aus den Elementen Bühne, Kulisse und Tribüne schafft einen klar ablesbaren und vielfältig nutzbaren Raum. Die Finanzierung des 1,7 Mio. Euro teuren Projekts erfolgte dabei zu 100 % durch Fördermittel von Bund und Land. 

Der neu gestaltete Blücherplatz ist am 14. Mai 2022 (Tag der Städtebauförderung) "eröffnet" worden. Viele Besucherinnen und Besucher haben bei schönstem Wetter Musik, Wasserspiel & Kulinarisches auf dem neuen Innenstadtplatz genossen.


Umgestaltung Bushaltestellen 

Für den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen in Spenge ist ein Modernisierungskonzept aufgestellt worden, bei welchem zunächst 8 Haltestellen bzw. 16 Haltepositionen ( Spritzenhaus, Diekmann, Reithalle, Hengstenberg, Lenzinghausen Mitte, Webereistraße und Am Bahnhof) priorisiert wurden. 2021 hat der barrierefreie Ausbau begonnen. Die Modernisierung der Haltestelle „Am Bahnhof“ ist für dieses Jahr vorgesehen. 
Wichtiges Ziel ist es, die Belange der mobilitätseingeschränkten und sehbehinderten Fahrgäste zu berücksichtigen und dafür barrierefreie Anlagen herzustellen, um eine komfortable und reibungslose Abwicklung des ÖPNV-Verkehrs zu ermöglichen. 

Das Land Nordrhein-Westfalen gewährt für entsprechende Maßnahmen eine 90%ige Förderung.

Einzelhandelskonzept

Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept wurde von der BBE Handelsberatung Westfalen GmbH, Münster, erstellt und ist in folgende Inhalte gegliedert:

  • Aufgabenstellung und Auftragsdurchführung
  • Entwicklungstrends
  • Rahmenbedingungen der Einzelhandelsentwicklung in der Stadt Spenge
  • Ergebnisse der Situationsanalyse in der Stadt Spenge
  • Konzeptionelle Empfehlungen