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Baustart: Gewässerrenaturierung des Besebaches östlich und westlich des Martinsweges in Spenge | 04. 10. 2021


Die Bauarbeiten der Gewässerrenaturierung des Besebaches östlich des Martinsweges bis „Lange Straße“ unterhalb des Kreisels haben begonnen. Witterungsbedingt wird von einer  Bauzeit von 3-4 Wochen ausgegangen.  

Beschlossen wurde die Gewässerrenaturierung vom Rat der Stadt Spenge bereits in seiner Sitzung am 29.09.2016. Die Plangenehmigungsunterlagen wurden 2017 vom Büro Bockermann  & Fritze IngenieurConsult GmbH, Enger erarbeitet. In Abhängigkeit von der Baufertigstellung des Bodenretentionsfilterbeckens Schäferwiese an der Neuenkirchener Straße/Martinsweg und Verlegung des Mischwasserkanals parallel zum Besebach im Sommer diesen Jahres kann diese Gewässermaßnahme erst jetzt umgesetzt und Synergieeffekte genutzt werden. Die Baustraße, ausgehend von der Lange Straße für die Verlegung des Mischwasserkanals, dient der Renaturierung ebenso als Baustellenanfahrt für Geräte und Fahrzeuge und wird danach zurückgebaut.

Gefördert wird die Maßnahme vom Land Nordrhein-Westfalen mit 80 %.

Nach öffentlicher Ausschreibung im Februar d. J. wurden die Bauarbeiten an die Fa. Böwingloh & Helfbernd, Verl, vergeben, die das kostengünstigste Angebot abgegeben hat.  Die Baukosten betragen rd. 219.000 €. Mit den Ingenieurleistungen für die Ausführung ist das Büro IWA, Ingenieurgesellschaft für Wasser- und Abfallwirtschaft mbH & Co. KG, Bad Oeynhausen beauftragt.

Die Renaturierung findet in 2 Bauabschnitten statt. Alle Flächen stehen im Eigentum der Stadt.

Im Gewässerabschnitt östlich des Martinsweges bis unterhalb des Kreisels „Lange Straße“ kann dem Gewässerbett auf einer Länge von 230 m durch die Verlegung des Mischwasserkanals mehr Raum und Platz, von aktuell 2 m auf 10 m Breite, gegeben werden. Dafür wird der Erdwall, der den Besebach und den ehemaligen Mischwasserkanal trennt, abgetragen und ein mäandrierender Gewässerlauf mit Ruhe- und Stillwasserzonen hergerichtet. Neben der ökologischen Aufwertung wird zugleich das Rückhaltevolumen bei Starkregenereignissen in diesem Abschnitt auf rechnerisch rd. 1.700 m³ zur Entlastung des Spenger Mühlenbaches erhöht.    

Westlich des Martinsweges im Gewässerabschnitt unterhalb der Kettelerstraße, ca. 75 m  vor der Einmündung in den Spenger Mühlenbach, wird ein gut 25 m breiter Durchstich vom Besebach zum ehemaligen Regenrückhaltebecken Schäferwiese für die Aufnahme von Wasser bei Starkregenereignissen und damit ebenfalls zur Hochwasserentlastung entstehen. Die hier nicht mehr benötigte westliche Fläche des ehemaligen Regenrückhaltebeckens Schäferwiese mit rd. 6.800 m² wird als Auenretentionsfläche genutzt und ökologisch aufgewertet. Das rechnerische Retentionsvolumen beträgt ca. 2.320 m³, bevor das Wasser über einen Notüberlauf im Norden gedrosselt in den Spenger Mühlenbach abgegeben wird.

Die für die Maßnahme erforderlichen Rodungsarbeiten wurden aus artenschutzrechtlichen  Gründen im November vergangenen Jahres vorgezogen. Vier große Pappeln in der südlichen Uferböschung am Fußweg entlang des Besebaches wurden nach ökologischer Vorprüfung und mit artenschutzrechtlicher Begleitung gefällt und Gehölze im Bereich des Erddammes entnommen.

Die in beiden Abschnitten östlich und westlich des Martinsweges am Besebach Mitte der 90ziger Jahre vom Rat der Stadt Spenge gesetzten Kopfweiden bleiben erhalten. Sie erhielten  im Auftrag der Stadt im Januar/Februar 2020 + 2021 durch die Abteilung Maßarbeit des Diakonischen Werkes im Ev. Kirchenkreis Herford e. V. einen Pflegeschnitt und wurden „auf den Kopf“ gesetzt.  

gez. Dumcke
(Bürgermeister)

Übersichtsplan Gewässerrenaturierung des Besebaches [PDF-Dokument: 943 kB]

Lageplan Gewässerabschnitt östlich des Martinsweges [PDF-Dokument: 618 kB]

Lageplan Gewässerabschnitt westlich des Martinsweges [PDF-Dokument: 481 kB]

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