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Pressedienst





Frühjahrswanderungen von Kröten, Fröschen und Co. | 24. 02. 2021


Wie jedes Jahr im Frühjahr beenden unsere heimischen Amphibien wie Frosch, Kröte, Molch und Co. ihre Winterruhe und machen sich von den Winterquartieren auf den Weg zu den Laichgewässern. Die meisten Tiere sind dabei ausgesprochen ortstreu und ziehen auf angestammten Wanderwegen zu ihren Geburtsgewässern.

Die Wanderung zum Laichgewässer findet in den Abend- bis in die frühen Morgenstunden, insbesondere bei steigenden Temperaturen von 5 bis 10 Grad und einsetzendem Regen, statt. An wärmeren Tagen erreichen sie ihren Höhepunkt. Die Tiere überqueren dabei Straßen und Wege, verweilen oftmals auf der feuchten, vom Tag noch warmen Straße und werden nicht nur Opfer des Straßenverkehrs sondern stellen auch für den Auto- und Motorradfahrer auf der Fahrbahn eine Gefahr dar.

Wie in den vergangenen Jahren werden aus diesem Anlass nachfolgende verkehrssichernde und -lenkende Maßnahmen zum Schutz durchgeführt:

1. Für Fahrzeuge aller Art werden die nachfolgenden Straßenabschnitte für den Durchgangsverkehr in der Zeit von 19:00 - 08:00 Uhr in Bardüttingdorf bis voraussichtlich April gesperrt.

  • Wallstraße (zwischen Baringdorfer Straße und Düttingdorfer Straße)
  • Bürgerweg (zwischen Mantershagener Straße und Baringdorfer Straße)

Für den Anliegerverkehr bleiben diese Straßen frei.

2. An der Baringdorfer Straße (Vollmerteiche), im Bereich Sunderfeld / Bockhorststraße sowie Niedermühlenweg weisen Hinweisschilder auf Krötenwanderungen hin.

3. An der Raiffeisenstraße Ecke Mühlenburger Straße in Wallenbrück wird ein Krötenschutzzaun aufgestellt.

Der Krötenschutzzaun schneidet den Amphibien den Weg zur anderen Straßenseite ab. Sie wandern am Zaun entlang weiter und werden in hier eingegrabenen Eimern aufgefangen. Betreut werden die Krötenschutzzäune während der Woche ehrenamtlich von freiwilligen Helfern. An den Wochenenden von Mitgliedern des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Ortsgruppe Spenge. Die Betreuer bringen die gesammelten Tiere am Morgen sicher auf die andere Straßenseite, so dass sie ihre Wanderung fortsetzen können. Auto- und Motorradfahrer werden gebeten langsam und vorsichtig zu fahren und besonders auf die Betreuer am Straßenrand zu achten, um niemanden zu gefährden.

Unsere Amphibien gehören zu den besonders geschützten Arten. Die Erdkröte, deren wissenschaftlicher Name Bufo bufo lautet, ist dabei die häufigste Amphibienart in unserer Region. Sie zeigt besondere Treue zu ihrem Heimatgewässer. Gleichwohl nicht gefährdet, ist der Bestand rückläufig.

Die Verkehrsteilnehmer werden um Verständnis für die Schutzmaßnahmen gebeten und sollten, soweit möglich, diese Straßenabschnitte vom Abend bis zum frühen Morgen in den nächsten Wochen meiden und auf andere Straßen ausweichen oder hier besonders vorsichtig fahren.

Im Auftrag
gez. Doris Bartelheimer

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Doris Bartelheimer
Leiterin der Stabsstelle Umweltmanagement

Telefon: 05225 8768-500
Telefax: 05225 8768-9500
Raum: OG 20
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