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Pressedienst





Rodungsarbeiten für die Vorbereitung der Renaturierung des Besebaches | 10. 11. 2020


Rodungsarbeiten für die Vorbereitung der Renaturierung des Besebaches östlich und westlich des Martinweges in Spenge

Am kommenden Freitag, 13.11. und Samstag, 14.11. beginnen die Rodungsarbeiten zur Umsetzung der Gewässerrenaturierung des Besebaches östlich und westlich des Martinsweges.

Begonnen wird mit der Fällung der Pappeln in der südlichen Uferböschung am Fußweg entlang des Besebaches zwischen Martinsweg und Eschstraße. Der Bereich ist während der Rodungsarbeiten gesperrt und nicht zu betreten. Witterungsbedingt folgt in der kommenden Woche die Entfernung von Gehölzen für den 25 m breiten Durchstich vom Besebach unterhalb der Kettelerstraße an der ehemals mit Zwerg-Ponys beweideten Wiese zur nördlich freigewordenen Fläche des ehemaligen Regenrückhaltebeckens. Das Holz wird nach der Fällung mit einem Großhäckseler gehäckselt und abgefahren. Mit Baufortschritt des Mischwasserkanals werden die Gehölze auf dem im Zuge der Gewässermaßnahme abzutragenden Erdwall im Abschnitt zwischen Martinsweg und Kreisel Lange Straße entfernt.
Die Anlieger an diesen Abschnitten des Besebaches an der Eschstraße und der Kettelerstraße werden um Verständnis für Störungen gebeten. Ausgeführt werden die Rodungsarbeiten vom Forstfachunternehmen Bender, Forstservice GmbH.

Beschlossen wurde die Gewässerrenaturierung vom Rat der Stadt Spenge in seiner Sitzung am 29.09.2016. In Abhängigkeit von der Umsetzung und dem Baufortschritt des Bodenretentionsfilterbeckens Schäferwiese und Verlegung des Mischwasserkanals kann jedoch erst jetzt mit der Maßnahme begonnen werden.

Gefördert wird die Renaturierung vom Land Nordrhein-Westfalen mit 80 %. Die Bauarbeiten werden in Kürze öffentlich ausgeschrieben und sollen im nächsten Jahr umgesetzt werden. Mit den Ingenieurleistungen ist das Büro IWA, Ingenieurgesellschaft für Wasser- und Abfallwirtschaft mbH & Co. KG, Bad Oeynhausen beauftragt.

Die Gewässerrenaturierung am Besebach findet in zwei Abschnitten statt:

Im Gewässerabschnitt östlich des Martinsweges bis unterhalb des Kreisels Lange Straße kann auf einer Länge von 230 m durch die Verlegung des Mischwasserkanals dem Gewässerbett mehr Raum und Platz gegeben werden. Dafür wird der Erdwall, der den Besebach und den ehemaligen Mischwasserkanal trennt, abgetragen und für den Besebach ein mäandrierender Gewässerlauf hergerichtet. Dies führt zu einer Laufverlängerung mit Ruhe- und Stillwasserzonen. Neben der ökologischen Aufwertung wird zugleich das Rückhaltevolumen bei Starkregenereignissen hier erhöht und der Spenger Mühlenbach bei Hochwasserereignissen entlastet.

Westlich des Martinsweges – im Gewässerabschnitt unterhalb der Kettelerstraße – wird ein ca. 25 m breiter Durchstich vom Besebach zum ehemaligen Regenrückhaltebecken Schäferwiese ebenso für die Aufnahme von Wasser bei Starkregenereignissen und zur Hochwasserentlastung entstehen. Die hier nicht mehr benötigte Fläche des ehemaligen Regenrückhaltebeckens Schäferwiese wird dabei als Auenretentionsfläche entwickelt und ökologisch aufgewertet.

Der Besebach mündet nach gut 75 m in den Spenger Mühlenbach.

Übersichtsplan_Gewässerrenaturierung [PDF: 937 kB]

Die Rodungsarbeiten werden vorgezogen, da diese aus artenschutzrechtlichen Gründen nur bis Ende Februar ausgeführt werden dürfen. Die in beiden Abschnitten am Besebach Mitte der 90ziger Jahre vom Rat der Stadt Spenge gesetzten Kopfweiden bleiben weitestgehend erhalten. Für die erforderlich zu entnehmenden Pappeln und Weiden hat eine artenschutzrechtliche Prüfung stattgefunden.

gez. Dumcke

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Doris Bartelheimer
Leiterin der Stabsstelle Umweltmanagement

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